Anouk Aimée
(Françoise Sorya Dreyfus)
Geboren am Mittwoch, 27. April 1932,
in Paris, Frankreich.
Ein Superstar des französischen
Kinos: Anouk Aimée
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Sie ist eine der ganz großen Stars des französischen
und des europäischen Kinos: Anouk Aimée, Tochter des
Schaupspielerpaars Geneviève Sorya und Henry Murray. Bereits im Alter
von 13 Jahren gab sie ihr Filmdebüt, doch erst die Hauptrolle in André
Cayatte Liebesdrama "Die Liebenden von Verona" an der Seite
von Serge
Regianni und Pierre
Brasseur machte Anouk Aimée einem breiteren Publikum bekannt.
Unter der Regie von O.
W. Fischer spielte Anouk Aimée 1953 erstmals auch mit "Ich
suche dich" in einem deutschen Film. U.a. 1958 folgte das ausgezeichnete Melodram
"Mit
dem Kopf gegen die Wände" in dem Anouk Aimée mit Jean-Pierre
Mocky vor der Kamera stand, der sie daraufhin in seinem Regiedebüt
"Die nach Liebe hungern" (1959) besetzte. Mocky zeigte eine
schamlose Jugend in einem Paris, das offensichtlich nur von nach körperlicher
Liebe dürstenden Mädchen bevölkert ist.
Und dann der Film, der Anouk Aimée einem breiten
Publikum bekannt machen sollte: Italiens Star-Regisseur Federico
Fellini besetzt sie in seinem Klassiker "Das
süße Leben" an der Seite von Marcello
Mastroianni und Anita
Ekberg. Fellinis Werk sollte stillbildend werden, für Aimée ein
weiterer Schritt auf dem Weg nach oben. Ihre darstellerische Kraft in
der Rolle der melancholisch-rätselhafter Frau war auch so überzeugend,
dass sie Fellini 1962 in "Achteinhalb"
erneut besetzte. Zuvor spielte sie allerdings noch in Philippe
de Brocas Komödie "La Farceur" (1960) die Hélène
Laroche, die es mit dem von Flirt zu Flirt eilenden Jean-Pierre
Cassel zu tun bekommt. Erneut großes Aufsehen erregte auch ihre
Rolle als Nachtklubsängerin Lola in Jacques
Demys "Lola,
das Mädchen aus dem Hafen" (1960).
1966 mit einem Paukenschlag zurück : In Claude
Lelouchs Liebesserenade "Ein
Mann und eine Frau" spielte sie das Scriptgirl Anne Gauthier,
das sich nach dem Tod ihres Mannes in einen ebenfalls verwitweten
Rennfahrer alias Jean-Louis
Trintignant verliebt - eine der schönsten Love-Stories der
Filmgeschichte. Für ihre brillante darstellerische Leistung wurde Anouk
Aimée für den Oscar nominiert und erhielt den Golden Globe und den
britischen Filmpreis als beste Schauspielerin.
Die Begegnung mit Schauspiel-Kollegen Albert
Finney, den sie 1970 in vierter Ehe heiratete, veränderte das Leben
von Anouk Aimée. Fortan übte sie sich in Leinwandabstinenz, bis sie
Claude Lelouch für die Mitarbeit in seinem Melodram "Ein Hauch von
Zärtlichkeit" (1976) überzeugen konnte.
1980 folgte ein weiteres Highlight in Aimées
Karriere: Ihr Partner Michel
Piccoli und sie selbst werden als beste Darsteller in Cannes
ausgezeichnet. Diesen Preis bekommen sie für ihre überragenden
darstellerischen Leistungen in Marco
Bellocchio Drama "Der Sprung ins Leere", die Geschichte
eines Richters, der seine gemütskranke Schwester mit Hilfe eines
Freundes in den Selbstmord treiben will.
"Viva la vie - Es lebe das Leben" (1984)
ist einmal mehr eine Zusammenarbeit von Aimée mit Claude Lelouch, der
sie auch in dem Liebesdrama "Ein
Mann und eine Frau - 20 Jahre später" (1986), in seinem
Episodenfilm "So
sind die Tage und der Mond" und in dem Drama "Bethune -
Ein Arzt wird zum Helden" (1990) besetzt. In Agnès Vardas Komödie
"Hundert
und eine Nacht" (1994) gehört sie natürlich zur
Star-Besetzung, eine größere Rolle hat sie dann wieder 1995 in Robert
Altmans Mode-Satire "Prêt-à-Porter".
Als Witwe erkennt man sie in Claude Lelouchs "Männer
und Frauen - Eine Gebrauchsanleitung", 1997 entsteht die "Die
Bibel - Salomon" und ungenannt spielt sie sich selbst in Mika
Kaurismäkis Komödie "L.A.
Without A Map" (1998). Und in der aufwändigen TV-Produktion
"Napoleon"
(2001) verkörpert sie die Mutter des Herrschers alias Christian
Clavier.
Zusätzlich zu ihren zahlreichen Filmen war sie
von 1995 bis 1997 auch auf der Theaterbühne zu bewundern, neben
Jean-Louis Trintignant und Bruno Cremer in dem Stück "Love Letters
"von A. R. Gurney. Frankreich hat Anouk Aimée 2003 mit dem César
für ihr Lebenswerk ausgezeichnet, bei der Berlinale wurde sie mit
Goldenen Ehrenbären für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. "Anouk Aimée
gehört zu den großen europäischen Stars, denen wir unvergessliche
Kinomomente verdanken. Mit ihrem unverwechselbaren Spiel von Melancholie
und Leidenschaft hat sie in zahlreichen Filmen ihr großes
schauspielerisches Können gezeigt", kommentierte Festspieldirektor
Dieter Kosslick die Ehrung.
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