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Anouk Aimée,
dem internationalen Star des französischen Kinos, ist die Hommage
der 53. Internationalen Filmfestspiele Berlin 2003 gewidmet. Auf
Einladung des Festivaldirektors Dieter Kosslick wird Anouk Aimée
Ehrengast des Festivals sein und am 13. Februar 2003 mit einem
Goldenen Bären für ihr Lebenswerk ausgezeichnet.
Anouk Aimée gab bereits mit 13 Jahren ihr Film-Debüt. Sie hat
mit den bedeutendsten Regisseuren des europäischen und
internationalen Kinos gearbeitet: Federico Fellini, Jacques Demy,
Marco Bellocchio, Claude Lelouch, Bernardo Bertolucci, Sidney
Lumet, George Cukor, Vittorio de Sica, Robert Altman u. v. a..
Zu ihren Filmpartnern zählten Marcello Mastroianni, Jean-Louis
Trintignant, Omar Sharif, Gérard Philippe, Michel Piccoli, Yves
Montand, Dirk Bogarde und Charles Aznavour. Anouk Aimées
Filmographie umfasst bis heute fast 70 Filme.
"Anouk Aimée gehört zu den großen europäischen Stars,
denen wir unvergessliche Kinomomente verdanken. Mit ihrem
unverwechselbaren Spiel von Melancholie und Leidenschaft hat sie
in zahlreichen Filmen ihr großes schauspielerisches Können
gezeigt", kommentiert Dieter Kosslick die Ehrung.
Die Berlinale-Hommage wird eine Auswahl von zehn ihrer
Filme präsentieren und konzentriert sich vor allem auf die 70er
Jahre, in denen Anouk Aimée zu einer Ikone des Kinos wurde. Die
Verleihung des Goldenen Ehrenbären für ihre Karriere wird anlässlich
der Vorführung von Lola am 13. Februar im
Berlinale-Palast stattfinden.
Ihren künstlerischen Durchbruch hatte Anouk Aimée mit Les
amants de Vérone (1949), Modigliani (1958), La
Dolce Vita (1960), Lola (1961) und Achteinhalb
(1963). Weltruhm erlangte Aimée durch Claude Lelouchs
Liebesserenade Ein Mann und eine Frau (1966), der einen
Oscar und die Goldene Palme erhielt, und für den Aimée mit dem
Golden Globe und dem Britischen Filmpreis als beste
Schauspielerin ausgezeichnet wurde, sowie eine Oscar-Nominierung
bekam. Für den Film Salto nel Vuoto (1980) wurde sie
beim Festival in Cannes als beste Schauspielerin geehrt.
Hollywood entdeckte das europäische Talent, und so spielte sie
in Sidney Lumets Psychodrama Ein Hauch von Sinnlichkeit
(1968) und George Cukors Justine (1969).
Lange Zeit gehörten romantische Rollen und die Darstellung
melancholisch-rätselhafter Frauen-Figuren zu ihrem
Markenzeichen. Auch Fellinis La Dolce Vita (1960), André
Delvauxs Un soir, un train (1968), Jacques Demys
US-Produktion Das Fotomodell (1968) oder George Cukors Justine
(1969) zeigen Anouk Aimée als verschlossene, verletzliche Schönheit.
Ihre schauspielerische Wandelbarkeit zeigte sie u. a. in
Fellinis Achteinhalb (1963), Elie Chouraquis Meine
erste Liebe (1978), Marco Bellocchios Der Sprung ins
Leere (1979), Bernardo Bertoluccis La Tragedia di un uomo
ridicolo (1981), Claude Lelouchs Viva la vie - Es lebe
das Leben (1984), Skolimovskis Success is the Best
Revenge, Claude Lelouchs Un homme et une femme: 20 ans déjà
(1987), Robert Altmans Prêt-à-Porter, Alexandre Arcadys
Dis-moi oui (1994) mit Jean-Hugues Anglade und Luciano
Tovolis Le général de l'armée morte (1983) an der
Seite von Michel Piccoli und Marcello Mastroianni.
Im Jahr 1999 spielte Anouk Aimée unter der Regie von Claude
Lelouch in Une pour toutes und 2002 in Marceline Loriden-Ivens La
petite prairie aux bouleaux. Zusätzlich zu ihren
zahlreichen Filmen war sie von 1995 bis 1997 auch auf der
Theaterbühne zu bewundern, neben Jean-Louis Trintignant und
Bruno Cremer in dem Stück Love Letters von A. R. Gurney.
Frankreich hat seinen Star in diesem Jahr mit dem César für
ihr Lebenswerk ausgezeichnet.
Die Hommage an Anouk Aimée wird vom Filmmuseum Berlin -
Deutsche Kinemathek verantwortet.
17. Dezember 2002
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