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 Monat Februar 2010 

 Gewönne doch der Konjunktiv!

Autor: Wolf Schneider

Titel: Gewönne doch der Konjunktiv!

Verlag: Rowohlt-Taschenbuch Verlag Reinbek bei Hamburg

Erschienen: 2009

Seiten: 255

Preis: 8.95 €

IISBN: 978-3-499 62463-6

 
 
         

 

 

 

 

 

 

 

 

Wolf Schneider, 1925 in Erfurt geboren, ist Autor von ca. 30 Veröffentlichungen zur Deutschen Sprache: z.B. "Deutsch für Profis", " Deutsch für Kenner", "Deutsch fürs Leben" u. v. a.

Zum Buch: 

Wolf Schneider, sehr bekannt als Sprachkritiker, bietet selbst beispielhaft Sprache an. Es ist schon ein Genuss; ja, es macht Lust, weitere Bücher von ihm zu lesen! Natürlich auch zu studieren. Beispielhaft meint auch, dass Schneider an vielen Zitaten u.ä. auch Korrekturen zeigt, wie man schreibt, schreiben soll.

In 66 Kapiteln - wie auch schon auf dem Deckblatt - mitgeteilt stellt uns Schneider seine Studienobjekte vor. Unter den teils unerwarteten Überschriften verbirgt sich immer ein brillanter und beeindruckender Exkurs.

Was mir sehr gefallen hat, ist das Kapitel "45 Gedichte, die keine sind". Ein deutliches Wort, dem ich gern nachkommen will. Bemerkenswert für mich waren das Kapitel über die Abkürzungen, sehr abgewogen; weiter das über die Übertreibung mit Superlativen. Die Unterscheidung von "hat" und "hätte". Ach, es war einfach begeisternd, die kürzeren Bemerkungen und detaillierte Auseinandersetzungen zu lesen. Vor allem stellte sich mir ein bisschen Entsetzen ein, mit wie vielen Mängeln man doch geneigt ist zu schreiben.

Ich will beileibe nicht Schneider kritisieren, aber ich bin ein wenig enttäuscht, dass er sein Buchthema so stiefväterlich - eigentlich stiefmütterlich im Sprachgebrauch -  behandelt. Nur in der Einleitung und im ersten Kapitel plädiert er für den Konjunktiv; laut Register lässt er sich auf Seite 153 noch ein drittes Mal darüber aus. Dabei gibt es ein Kapitel über "26 Text vorhanden - Titel gesucht".

 Ich hätte außerdem gern erfahren, warum er nicht seinen Buchtitel mit dem laut Duden üblicheren "Gewänne..." schmückt anstatt mit "Gewönne"? Gern hätte ich erfahren,  wann man nach seiner Meinung den Konkunktiv1 und 2 grammatisch und inhaltlich richtig anwendet, und mehr darüber, was es mit dem Wörtchen "würde" beim Konjunktiv auf sich hat.

Vielleicht sollte - nein, ich habe bereits noch den Duden befragt, wie er es mit dem Konjunktiv hält.

Dem Surfer gebe ich den Hinweis: Auch die anderen Veröffentlichungen sind ebenso spannend zu lesen. Ein wenig Spaß am Stil und an der Grammatik soll man schon mitbringen.

 

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