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Mai Jan. 2015

 Auflaufend Wasser

 

Autor: Astrid Dehe u. Achim Engstler

Titel: Auflaufend Wasser

Verlag: Steidl

Erschienen: 2. Aufl. 2013

Seiten: 113 

Preis: 16.00 €

 
 
         

 

 

 

 

 

 

Zufällig traf ich auf den Buchtitel. Ich konnte mir nichts darunter vorstellen. Fand aber heraus, dass es eine Novelle von ca. 100 Seiten war - Bücher unter 350-400 Seiten sind für mich sehr interessant, Bücher mit 1200 Seiten sind für mich ein Zumutung, die lese ich erst gar nicht!  Außerdem las ich in der Beschreibung, dass das Büchlein ein außerordentliches Werk sei. Das machte mich neugierig.

Ich wurde belohnt. Eine sehr dichte Geschichte über einen Menschen, Tjark, der vom Festland, wo er in die Schifffahrtskunst eingewiesen wurde, kurz vor Weihnachten  mit dem Ruderboot nach Hause auf  Baltrum gebracht werden will. Dort kommt er aber zu Weihnachten nicht an. Das Boot, das noch andere Mitfahrer, die nach Hause wollten, hatte, verlässt "Tjark" zu früh. Er ist nicht am Zielort angelangt, sondern stieg im Nebel auf einer vorgelagerten, kleinen Sandbank im Meer aus. Ehe er aber das erkennt, ist das Boot, das ihn hierher brachte, im dichten Nebel verschwunden und unerreichbar!

Ausgehend von dieser tragischen Situation entwickeln die Autoren eine spannende, dichte Erzählung. Der Leser ist mitten drin, wird hin- und hergeworfen zwischen der Hoffnung auf ein gutes Ende und der Trostlosigkeit, die sich mit jedem Satz der  Geschichte  mehr und mehr breit macht.

Nicht nur ein spannender Inhalt an sich, sondern auch in der Gestaltung der Situation und vor allem die Sprache lässt die Situationen hautnah und bildhaft erleben. Es ist beklemmend.

Sehr lesenswert - meine Meinung. Was man aus einem solchen Geschehen machen kann! Ein existentielles Erlebnis, ein Spracherlebnis.

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